Viszerale Osteopathie

Die Organe liegen eingebettet in ihr Hüllsystem wie z.B. das Bauchfell oder das Lungenfell. Durch diese Hüllen gehen die Nerven- und Gefäßstraßen, die die Organe versorgen. Begleitet werden diese Straßen vom Lymphsystem, das für die Reinhaltung und Immunität zustandig ist. Diese Hüllen sind nicht starr, sondern werden durch unsere Bewegung, unsere Atmung, unseren Herzschlag usw. bewegt. Diese Mobilitsation ermöglicht die gesunde Funktion der Organe. Die Organhüllen sind wiederum mit dem Skelettsystem verbunden und werden auch durch dieses bewegt.

Jeder Atemzug bewegt beim Erwachsenen beispielsweise die Niere 2-3 cm, das sind am Tag 300 Meter. Schränkt sich diese Funktion z.B. durch eine Blockade der Wirbelsäule oder der unteren Rippen ein, so schränkt sich auf Dauer auch die Funktion des Organes ein. Diese funktionellen Einschränkungen sind frühe Anzeichen für eventuelle Störungen.

Auch der Herzbeutel muss in alle Richtungen beweglich sein. Eine stärkere Einschränkung des Brustkorbs schränkt diese Mobilität ein und hat damit Einfluss auf die Versorgung des Herzens und auf die Gefäßsysteme zum und vom Herzen. Ein Lösen aller einschränkenden Strukturen, die mit dem Herzbeutel und seinen Gefäßen sowie seiner Innervation zu tun haben, kann eine wichtige Prophylaxe für diesen Bereich sein und so die Durchblutung Richtung Gehirn untersützen.

Das Ziel der osteopathischen Behandlung ist es, die vorhandenen Einschränkungen abzubauen, damit eine gute Ver- und Entsorgung der Organe statt finden kann.